
Weil ich Erika versprochen hatte, ihr beim Umzug zu helfen, fuhren wir heute nach Vaccarizzo. Das Mietauto erwies sich als sehr geräumig, sodass wir vieles auf einmal transportieren konnten.
Da ich für die nächsten Reiseabschnitte keine Badesachen mehr benötige, fuhr ich anschließend zu DHL in Catania. Dort bekam ich die gelbe Box 3, die groß genug war für alles, was inzwischen überflüssig geworden war und nach Hause geschickt werden konnte. Die Höhe des Portos lässt sich eigentlich nur durch den Gewinn an Bequemlichkeit rechtfertigen. Aber mit 66 ist nichts mehr Luxus, wenn es Freude bereitet oder das Leben erleichtert.

Auf dem Wochenmarkt aßen wir unser Abschiedsessen: eine riesige Platte mit Fisch und Meeresfrüchten. Den Nachtisch genossen wir in der Gelateria bei der Kirche in der Via Etna, wo wir erneut die Ankunft der Hochzeitsgäste beobachten konnten. Es hat fast den Anschein, als würde dort täglich geheiratet. Auffällig war, dass die Brautpaare überwiegend Anfang dreißig waren und damit deutlich älter als Romeo und Julia.

Dann hieß es Abschied nehmen, denn morgen geht die Reise weiter. Erika und ich freuten uns über die schöne Zeit, die wir miteinander verbringen durften, und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.