21.09.2026 Scilla – Messina

Bevor ich die Unterkunft verließ, ging ich noch etwas am Strand spazieren und trank einen Cappuccino im Paradies, im Lido Paradiso mit der tollen Musik. Dann rollte ich das Gepäck zum Bahnhof, wo mir der Fahrkartenautomat kurzfristig auf die Nerven ging. Zuerst zeigte er nur absurde Bahnverbindungen an, dann endlich die richtige. Für diese konnte er jedoch keine Fahrkarte ausdrucken. In größter Eile lud ich eine App auf mein Handy und konnte kurz vor der Abfahrt des Zuges mit einem gültigen Ticket nach Villa San Giovanni fahren.

Dort musste ich eineinhalb Stunden auf die Fähre nach Messina warten. Solche Wartezeiten lassen sich nicht vermeiden. Ich nutze sie, indem ich mir die einzelnen Stationen der mittlerweile schon vier Wochen dauernden Reise vor Augen führe. Und im Nu geht es dann auch schon weiter. Die Überfahrt dauerte eine knappe Viertelstunde.

Nicht weit von der Anlegestelle befindet sich ein Restaurant, in dem ich schon häufiger gut gegessen habe. Dort war es angenehm kühl, denn die Temperatur war inzwischen auf 26 Grad gestiegen.

Leider teilte mir Giorgio, den ich am Abend treffen wollte, mit, dass er in Palermo arbeiten müsse. Schade, aber Arbeit geht natürlich vor.

Nachdem ich mein Gepäck im B&B untergebracht hatte, wollte ich das Aquarium besuchen. Die in Messina befindlichen Caravaggios bekomme ich wohl auch erst beim nächsten Besuch zu sehen, weil das Museum heute, an einem Montag, geschlossen ist. Schade, aber zugleich ein guter Grund, wieder nach Messina zu kommen.

Vom Balkon aus, kann ich die Kathedrale von Messina sehen.

Das Aquarium hat am Nachmittag von 16 bis 20 Uhr geöffnet und ist mit dem Bus erreichbar. Für das Busticket bezahlte ich 1,50 Euro im Tabacchi. Der 24er war angenehm gekühlt und brauchte für die elf Stationen eine halbe Stunde. Nach einem kurzen Fußmarsch von fünf Minuten stand ich jedoch vor einer Zoo- und Aquarienhandlung. Schade, denn ich kann mich weder für Babykaninchen noch für Goldfische begeistern.

Google hatte mich in die Irre geleitet. Das echte Aquarium, so stellte sich heraus, liegt auf halber Strecke. Zu Fuß ging ich die knapp fünf Kilometer zum B&B zurück. Mir gefällt, dass die größeren Straßen an den Rändern oder wenigstens auf dem Mittelstreifen große Bäume haben. Sie spenden Schatten und erleichtern den Spaziergang.

Da ich von Natur aus nicht nachtragend bin, aß ich in der Tavola Calda heute Abend keinen Fisch, sondern Gnocchi mit Tomatensoße.

Das Eckgebäude ist ein Hotel, zumindest die Bel Étage. Im zweiten Stock des in die Jahre gekommenen Gebäudes befindet sich das sehr schicke B&B. Das Zimmer und das Bad sind riesig, und das Bett ist bequem. Ich machte eine ausführliche Presseschau auf dem Tablet und löschte dann bald das Licht

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