12.09.2026 Vibo Marina – SV Florette

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Mit einem großen Knall wurde ich von dem angekündigten Gewitter gegen 6 Uhr geweckt. Mit vielen Blitzen und kräftigem Donner kam die Gewitterzelle von See, kam aber nicht über den Steilhang, den die Küste hier bildet. Der kräftige Regen setzte die Straßen unter Wasser, er konnte in den ausgetrockneten Gartenböden nicht versickern.

Bis elf Uhr blieb ich im Appartement, dann kam die Putzfrau. Der schon gestern ausgekundschaftete Weg zum Liegeplatz der Florette ist nicht weit. Auf dem Weg dorthin traf ich schon einen Mitsegler, der mich anhand des Gepäcks erkannte und mir mitteilte, dass wir das Gepäck schon an Bord bringen könnten. Gesagt, getan.

Für zwölf Uhr war das nächste Gewitter angekündigt. Es kam, mit einer halben Stunde Verspätung. Trocken und entspannt, in einer gemütlichen Bar am Hafen sitzend, ließ ich es über mich hinwegziehen. Ein gutes Buch, gute Musik und die Aussicht auf leckeres Essen verhießen einen angenehmen Nachmittag.

In einer Eisdiele am Hafen, gab es zum ersten Mal, seit ich unterwegs bin, meine drei Lieblingssorten – siehe Meditazione Gelati.

Endlich war es Zeit, an Bord zu gehen. Nachdem die notwendigen Papiere ausgefüllt und die Kojen verteilt waren, ging das große Tetrisspiel los. Fünf Männer in einer Kabine, die zum Stehen nur Platz für drei bot, dazu alle mit etwas zu großen Taschen und ich mit Koffer. Nach der anfänglichen, schockierenden Erkenntnis, dass es wirklich sehr eng ist, blieben zunächst zwei zurück, die sich einrichteten und ihre Sachen unter den Kojen oder in den kleinen Schränken verstauten. Dann die nächsten beiden. Zum Schluss sah es ganz ordentlich aus, und die sechste Koje diente als Ablage für das Gepäck.

Wir versammelten uns um den großen Tisch auf dem Deck, und Kapitän Ron stellte sich, seine Familie und die Mannschaft vor, dann wir uns. Es waren Franzosen, Schweizer, Amerikaner, Engländer, Schotten, Kanadier, Österreicher und Deutsche.

Die Köchin kommt aus Frankreich, was viel versprach für das Essen. Mon Dieu! Es war super lecker. Die Unterhaltungen nach links und rechts fühlten sich an, als ob sich alle schon länger kannten. Das ist das Tolle am Segeln.

Ich habe den Eindruck, dass die in Kauf genommene Enge unter Deck sich als Nähe auf Deck ausdrückt, und das vom ersten Moment an. Die Umgangssprache ist Englisch.

Vom Himmel war kein Regen mehr gekommen, und die Vorhersage für morgen gut. Die Temperatur hat sich auf 23 Grad abgekühlt, was mir sehr entgegenkam.

Sehr schnell kehrte Ruhe ins Schiff ein – Ruhe, die nur vom monotonen Rauschen der Ventilatoren unterlegt war, die frische Abluft in den Bauch des Schiffes pusteten. Hinter den kleinen Gardinen, die vor den Kojen hängen, hörte man nur noch ruhiges Atmen; das erwartete Schnarchen blieb, oh Wunder, aus.

Die Wifi-Verbingungen werden in den nächsten Tagen sehr schwacch sein und das Versenden der Tagebucheinträge schwierig. Wenn also kein Bericht erscheint, liegt es daran, dass es von den äolischen Inseln es nicht geht.

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