29.08.2026 Olbia – Alghero

Wir Fußgänger konnten das Schiff gegen 13:30 – d.h. vier Stunden nach der planmäßigen Ankunft – verlassen, nachdem schon viele Autos aus dem Bauch der Fähre gekommen waren.  Allerdings freuten wir uns nicht wie Jona, nachdem ihm der Wal ausgespuckt hatte. Denn wir mussten feststellen, dass es bis 17:00 keinen Bus- oder Taxiservice ins Centrum oder zum Flughafen, wo mein Mietwagen stand, gab. Wären wir planmäßig angekommen, wären die Transfers leicht möglich gewesen. Über die Mittagszeit herrscht auch in diesem Bereich Siesta. Bei 38 Grad Hitze war hier ein Häuflein älterer Menschen, aber auch welche mit kleinen Kindern gestrandet. Ich hatte weder Lust noch Energie, um meinen Unmut irgendwo kundzutun.

Deshalb  rollte ich kurz entschlossen meinen Koffer zu der Schlange von Autos, die von der Fähre kamen und hob ganz klassisch den Daumen. Beim dritten Wagen hatte ich Glück das Paar kam aus Locarno und Milano und waren so nett mich die 7 km Airport zu fahren.  Nun, war meine Freude so groß wie des Jonas.

Nach den üblichen Formalitäten bekam ich dann ein Upgrade und erhielt einen riesigen SUV. Die Klimaanlage darin ist wirklich Klasse. Aber das Gefährt ist riesig und wird mir Probleme bei der Parkplatzsuche bereiten. Aber die Klimaanlage ich Gold wert. 

Auf Olbia hatte ich nach diesem Fehlstart keine Lust mehr und fuhr deshalb Richtung Palau. Ein Name, der mir seit fast zwei Jahren nicht mehr aus dem Kopf geht, allerdings das andere Palau, das im Pazifik. Dorthin wollte ich mit der Neptun von Mexico aus segeln. Leider kam dann die Episode auf der Instensivstation im UKE dazwischen. Dank meine tollen Ärzten und ihrer Kollegen kann ich aber nun dieses Palau auf Sardinien ansehen. Die Temepratur dürfte hier wie dort dieselbe sein. Von dort aus ging die Fahrt durch die Granitberge, die wohl um die 500 m hoch sind.  Unterwegs sehe ich viele Korkeichen, die ich mir aber größer vorgestellt habe. Daneben sind mehr Büsche als Bäume auf den Hängen zu sehen. Und ganz viel Landschaft. 

Ich mache nur einen kurzen Stopp in Castelsardo, wo gegen 19 Uhr noch ein paar Menschen ihren Feierabend am Strand genießen.  

Gegen 20 Uhr erreiche ich das B&B in Alghero, dass an der Standpromenade liegt. In der Nähe bekomme ich gratinierte Muscheln und Gratinate zu essen. Nachdem ich den ausstehenden Bericht vom Vortag gepostet habe lege ich mich ins Bett, das unter einem Ventilator steht, der die schwache AC perfekt unterstützt. 

Vorfreude mit Bier und absoluter Genuss!

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