
Eine Gruppe ging auf den Vulkan. Die Wanderung war verlockend, aber 400 Höhenmeter auf einer relativ kurzen Strecke zurückzulegen war mir bei 27 Grad zu anstrengend.

Ich ging mit den anderen an einen Strand zum Baden. Das Wasser war angenehm warm. Der Sand hatte eine hellbraune Farbe wie der Schaum auf dem anschließenden Cappuccino.

Meine Mutter versicherte mir am Telefon, dass sie sich vor 67 Jahren sehr gefreut hatte, mich zum ersten Mal im Arm zu halten.
Alle anderen Telefonate konnte ich wegen der schlechten Verbindung nicht annehmen. Ich habe mich aber über die vielen Grüße und guten Wünsche sehr gefreut. Mögen sie alle in Erfüllung gehen.

Mit einem Dingi wurden wir am Strand abgeholt, wo ein farbenfrohes Salatbuffet auf uns wartete.

Der warme Wind war am Nachmittag günstig. Alle Hände packten mit an, und schnell waren alle Segel gesetzt. Um das prächtige Bild der Florette zu genießen, stiegen wir ins Dingi und umrundeten die Florette auf einer kleinen Rundfahrt.

Unser Ziel war die Isola di Salina. Wir gingen vor Rinella vor Anker. Das Einsteigen in das schaukelnde Dingi geht inzwischen immer sicherer und schneller. Man gewöhnt sich eben an alles, zumal wenn man Appetit hat und zum Essen möchte.



95 Prozent der italienischen Kapernproduktion stammen von Salina. Die hier angebauten und eingelegten Kapern bekam ich in einem Restaurant als Vorspeise auf geröstetem Brot serviert. Überrascht war ich, dass sie weder süßsauer noch salzig schmeckten, sondern eine feine, fast leicht süße Note besaßen. Ich werde in Hamburg einmal Ausschau halten, ob ich diese Art von Kapern bekommen kann.
Morgen wollen wir mit einem Taxi um die Insel fahren. Unser Ziel ist Lingua. Um dorthin zu gelangen, müssen wir die Insel umrunden, weil die Zwillingsvulkane im Weg stehen.

Mit 26,8 Quadratkilometern ist Salina die zweitgrößte der Äolischen Inseln. Die Zwillingsvulkane Monte Fossa delle Felci (962 Meter) und Monte dei Porri (860 Meter) ragen hoch über dem Meer auf. Die Hänge sind bewaldet. Früher wurde hier außerdem Weißwein aus der Rebsorte Malvasia di Lipari erzeugt. Vielleicht habe ich morgen Gelegenheit, den zu probieren.

