Nach dem reichhaltigen Frühstück heißt es: Leinen los! Zuvor gab es noch eine ausführliche Anweisung zu den Sicherungseinrichtungen an Bord und dem richtigen Anlegen der Schwimmwesten, denn man kann ja nie wissen.

Und bevor die Segel gesetzt werden können, müssen natürlich alle die wichtigsten Seemannsknoten kennen und wissen, wie man die Taue korrekt belegt, d.h. an den Schoten befestigt.

Ron zeigt uns auf der Seekarte die Route nach Panarea und erläutert das Vulkansystem der Liparischen Inseln, die, des Windes wegen, auch Äolische Inseln genannt werden. Ausgerechnet heute reicht der Wind nicht, der ihnen einst ihren Namen gab – wir müssen den Motor zur Verstärkung der Segelkraft einsetzen.


Die Inseln liegen 30 bis 80 km vor der Nordküste Siziliens, eine Kette vom Vesuv bis zum Ätna. Zuerst entstand Filicudi, dann Panarea, Salina und Teile Liparis, zuletzt Alicudi; in einer zweiten Phase wuchsen die Inseln weiter, in einer dritten kamen Vulcano und Stromboli hinzu. Vulcano schläft, Stromboli aber stößt in regelmäßigen Abständen große Dampfwolken aus, wie ein Zigarre rauchender alter Mann.

Wir lassen ihn heute rechts an Steuerbord liegen. Stromboli ist ein Vulkan wie aus dem Bilderbuch, wie der von Jim Knopf.
Seit mehr als 5.000 Jahren sind einige der Inseln bewohnt, Panarea eine davon, auch wenn die heutige Siedlung wohl erst aus der Neuzeit stammt. Wir ankern in der Bucht neben ein paar Yachten, das Beiboot setzt uns an Land. Lucy, der Bordhund, freute sich ganz besonders und war als erste ins Boot gesprungen.


Die kleine Siedlung ist hübsch, alles weiß, viele Blumen, viele Restaurationen. Leider wirkt es künstlich, alles ist für Tagesbesucher wie uns eingerichtet.
In kleinen Gruppen suchen und finden wir in den Restaurants unser Abendessen. Um 22 Uhr werden wir mit dem Beiboot abgeholt. Die Fahrt durch die dunkle Nacht, über das tagsüber so blaue Meer, das jetzt aber pechschwarz ist, ging leider viel zu schnell.
