
Eros ist der Sohn der griechischen Göttin Aphrodite und Ares.
Die Römer nannten ihn Amor und seine Eltern hießen Venus und Mars.
Aphrodite ist die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Liebe.
Ares ist der Gott des schrecklichen Krieges.
In Platons Buch „Symposion – Das Gastmahl“ lässt er Sokrates erzählen, was er von Diotima über das Geheimnis des Eros erfahren hat.
Diotima habe Sokrates verraten, dass Eros ein Daimon sei, ein Geistwesen.
Eros sei in jedem Menschen zu finden, es sei der Teil der Seele, der den Menschen über das Menschliche hinaus zum Göttlichen führe.
Und diese Kraft sei im Grunde das lustvolle Hingerissensein, das Verliebtsein.

Die drei Grazien, Dienerinnen der Liebesgöttin Aphrodite, stehen nebeneinander. Zu ihren Füßen sitzt Eros der Sohn der Aphrodite.
Die linke Grazie umfasst die Taille der mittleren. Ein Zeichen für den Aspekt der körperlichen Liebe.
Die rechte Grazie schaut der mittleren in die Augen, was den Aspekt der sinnlichen Liebe symbolisiert.
Die mittlere umarmt beide, um zu zeigen, dass körperliche und sinnliche Liebe zusammengehören.
Die drei Grazien prüfen, ob der Pfeil aus Gold oder Blei ist. Der goldene Pfeil entflammt die Liebe, der bleierne lässt die Flamme erlöschen.

In dieser Figurengruppe spielt Eros die Lyra. Neben ihm liegen sein Bogen und der Köcher mit den Pfeilen.
Die drei Grazien untersuchen vorsichtig einen Pfeil genauer. Es sind diese Pfeile Eros, die das Hingerissensein auslösen.
Aphrodite ist die Göttin der Liebe, aber Eros der Gott des Sichverliebens.

Vorurteile, Ängste und Erwartungen sind Rüstungen, die verhindern, dass Eros Pfeil Dich treffen.
Dieses Getroffensein ist das unbedingte JA zum anderen, zu einer Idee und zum Leben an sich.
Wer nicht bereit ist, die Rüstung vor einem Kunstwerk abzulegen, braucht nicht ins Museum zu gehen.
Wer für den Pfeil des Eros bereit sein will, MUSS seine Rüstung ablegen.
PS: weitere Gedanken auch unter Eros