13.03.2026      Catania

Gegen Mittag fuhr ich in die Stadt, um nach Karten für Vorstellungen im Teatro Massimo Bellini zu sehen. Im März wird die Bühne nur an vierzehn Tagen bespielt, in den drei Sommermonaten gar nicht. Umso glücklicher war ich, dass während meines Aufenthalts zwei interessante Aufführungen stattfinden.

Welch ein glückliches Land, in dem Schirme aufgespannt werden, weil es Orangen regnet.

Ich freue mich, Erika zu einem Konzert einladen zu könne. Wir werden am Sonntag um 17:30 Uhr ein Klavierkonzert besuchen. Dmitry Igorevich Shishkin spielt unter anderem Werke von Johannes Brahms, Franz Liszt und Prokofjew.

Außerdem hatte ich Glück, noch zwei Karten für Samstag, den 20.03.2026, zu bekommen. Das Conerto Sinfonicopräsentiert sein Programm „Vienna 1808“ mit Stücken von Beethoven. Das Konzert beginnt erst um 20:30 Uhr. Ich werde mit Jochen hingehen, den ich auf der Fähre kennengelernt habe.

Altstädte entstanden lange vor der Erfindung des Autos. Deshalb gibt es dort oft keine Bürgersteige, oder sie sind so schmal, dass man weder Kinderwagen noch Rollatoren nutzen kann.

Ich hatte mir notiert, dass ab Ende Februar die Venus, unser Schwesterplanet, tief im Westen am Abendhimmel leuchtet. Nach Sonne und Mond ist sie das dritthellste natürliche Gestirn. Besonders schön soll es am 20. März werden: In der Abenddämmerung steht die schmale Mondsichel direkt neben dem Planeten. Ähnliche Konstellationen werden am 19. April und 18. Mai erwartet. Am 19. April funkelt unterhalb der Mondsichel zusätzlich der Sternhaufen der Plejaden. Bei wolkenlosem Himmel scheint man hier am Meer deutlich mehr Sterne zu sehen als in Hamburg. Vielleicht haben wir Glück und können diese Himmelsbilder beobachten.

Zum Mittag aß ich eine überbackene Fischsuppe am Fischmarkt von Catania, die man mit Recht als legendärbezeichnen kann. Nach dem gemeinsamen Essen nahm Jochen mich mit zu einem Rollenspiel, das die Lehrerin seiner Sprachschule organisiert hatte. Die zehn Schüler waren deutlich weiter als ich und sprachen nahezu fließend. Anhand zugewiesener Berufe sollten wir eine Geschichte erfinden, über die eine Reporterin berichtete. Als Koch hatte ich aus Angst, nicht viel zum Brand in unserer improvisierten Story zu sagen.

Anschließend gingen wir noch etwas trinken, und es ergab sich ein interessantes Gespräch mit einem Mitarbeiter einer deutschen Senatskanzlei.

Mein Abendprogramm musste ich ändern, weil wir in Acireale offenbar schon seit dem Nachmittag kein Internet mehr haben. Bei den vielen Baustellen überall wundert mich das nicht – ärgerlich ist es trotzdem. Ich hoffe, dass der Schaden bald behoben wird.

Das ist ein Oper-Air-Schach-Café für ältere Herren. Das finde ich großartig.

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