15.03.2026 — Catania

Der Tag kündigte sich farbenprächtig an, doch hinter dem leuchtenden Morgenhimmel verbarg sich ein schwerer, stürmischer Regen. Die Fotos entstanden im Abstand von etwa fünfzehn Minuten und zeigen ein wunderschönes Spiel des Lichts und Farben. 

Gegen Mittag tobte ein heftiges Gewitter über dem Meer. Der anlandige Wind schien Mühe zu haben, die schweren Regenwolken über die La Timpa zu drücken. Es donnerte und blitzte unablässig, und der Regen fiel so dicht, dass der Horizont in einer einzigen grauen Wand verschwand. Die Temperatur war auf 11 Grad gefallen. 

Die Straße ist zu beiden Seiten von Steinmauern eingefasst, sodass das Wasser nur hangabwärts über den Asphalt abfließen konnte. Als ich am frühen Nachmittag zu Erika fuhr, hatten sich die Serpentinen bereits in einen reißenden Bach verwandelt. Mit dem einsetzenden Hagelschauer suchte ich Zuflucht in einem Café – auch, um das dortige WLAN zu nutzen.

Erika hatte wieder herrlich gekocht, ganz alla Nonna. Als der Regen kurz nachließ, nutzten wir den Moment und fuhren nach Catania. Von meinem üblichen Parkplatz sind es nur zehn Minuten zu Fuß bis zum Teatro, doch bei diesem Wetter wären wir völlig durchnässt angekommen. Da wir zwei Stunden vor Konzertbeginn dort waren, fanden wir glücklicherweise einen näher gelegenen Parkplatz. Die Wartezeit verbrachten wir plaudernd in einem Café vis-à-vis des Theaters.

Wegen des schlechten Wetters war der Saal nur zu zwei Dritteln gefüllt. Mein Sitznachbar war erst am Mittag in Catania gelandet und erzählte, dass sein Flug wegen des Unwetters einen ungeplanten Zwischenstopp in Palermo einlegen musste.

Was immer geschehen war – Dmitry Igorevich Shishkin spielte nicht. Stattdessen trat Giovanni Bertolazzi mit seinem eigenen Programm auf. Die Stücke passten zum stürmischen Tag: unter anderem Isoldes Liebestod und Totentanz. Technisch spielte er, soweit ich es beurteilen kann, sehr gut, doch klangen die Werke in ihrer Auswahl zu ähnlich. Mit etwas mehr Abwechslung hätte er sich wohl stehende Ovationen verdient.

Nach dem Konzert tranken wir noch etwas in einem anderen Café, und machten uns dann im Regen auf den Heimweg.

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