01.03.2026 – Lugano → Milano → Torino

Auf der Autobahn rauscht die Landschaft vorbei, ohne dass man anhalten könnte; jeder Blick zur Seite bleibt ein flüchtiger Moment. Für die Langstrecke bevorzuge ich den Zug – er bringt mich entspannt von A nach B und schenkt mir die Freiheit, die Welt im Vorübergleiten zu betrachten, ein Buch zu lesen oder einfach die Augen zuzumachen.

Senza problema!, sagten die Schaffner und ließen mich mit dem Ticket von gestern heute weiterfahren. Auf Ledersesseln saß ich eine Stunde später im Zug nach Turin. Interessant: Die Abfahrtsgleise stehen hier oft erst eine Viertelstunde vor Abfahrt fest. Es sieht aus, als würden sie täglich improvisieren – und es funktioniert trotzdem. Wenn man relativ schnell von einem Ende des Bahnhofes sein Gepäck transportieren kann.

Vom Zug aus hatte ich bereits ein Hotel in Bahnhofsnähe gebucht. Pünktlich um 12:30 Uhr in Turin angekommen, stand mein Gepäck zehn Minuten später im Zimmer.

Im großen Teatro Regio spielen sie heute um 15:00 Uhr Verdis Macbeth. Leider war ich zu spät – keine Karte mehr zu bekommen.

Der Herr links kam mir besonders sympathisch vor!

So verbringe ich den Nachmittag im Ägyptischen Museum, dem größten seiner Art außerhalb Ägyptens. Die Präsentation der Ausstellungsstücke ist großartig und lässt kaum eine Frage offen – außer vielleicht dieser einen: Woher hatten die Ägypter all das Holz für die vielen Sarkophage?

Das Museum liegt unweit der Piazza Castello, wo sich auch das Teatro Regio befindet. Nach einem kurzen Fußmarsch durch die Fußgängerzone Via Lagrange bin ich wieder im Hotel. Es ist Sonntag, und ganz Turin scheint zu Fuß unterwegs zu sein – trotz verhangenen Himmels und 14 Grad.

Im Hotel strecke ich mich kurz aus und schreibe den Anfang dieses Tagebuchs. Da für den Abend Regen angesagt ist, gehe ich gegen 18:30 Uhr essen: einen Salat mit Büffelmozzarella und Walnüssen und – in der Hauptstadt des Piemont selbstverständlich – Pasta mit schwarzem Trüffel. Dass ich erst nach einigem Suchen ein Restaurant finde, das Tartufo auf der Karte hat, überrascht mich. Diese Pasta haben es verdient als Foto verewigt zu werden.

Den Abend mache ich es mir mit dem neuen Spiegel gemütlich, den ich online lese.

Ähnliche Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben